bleib gesund - Desinfektion

Ätherische Öle als Schutz vor einer viralen Infektion! vom 1.04.2020

Interview Farfalla mit Dr. sc .nat. Maja Dal Cero:

Über 700 Spitäler und Pflegeeinrichtungen in der Schweiz setzen auf die keimhemmende Wirkung ätherischer Öle, nicht nur zur täglichen Körperpflege sondern vor allem wenn es um die Vorbeugung von Infektionen geht.
Können ätherische Öle auch die Gefahr einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus verringern?
Zwar sind momentan keine wissenschaftlich gesicherten Daten verfügbar, die diese Frage beantworten können. Doch aus den bisherigen Erfahrungen mit ätherischen Ölen und viralen Infektionen gibt es wichtige Aspekte, die auch beim aktuellen Covid-19 Virus eine Rolle spielen könnten.
Dr. sc. nat. Maja Dal Cero beantwortet einige Fragen zum Thema.

Warum sind ätherische Öle überhaupt gegen Viren wirksam?
Ätherische Öle bieten den Vorteile, dass sie relativ rasch und über unterschiedliche Mechanismen wirksam werden können.
Es können beispielsweise die Virenhüllen zerstört werden, solange sich die Viren ausserhalb der Zellen befinden, was bei der Übertragung von einem Menschen auf einen anderen der Fall ist.
Einzelne ätherische Öle können auch die Vermehrung der Viren verhindern.
Und was nicht vergessen werden darf, einige ätherische Öle können auch Mechanismen im Körper in Gang setzen, die vor Viren schützen. Inwiefern dies alles auch beim aktuellen Covid-19-Virus eine Rolle spielt ist allerdings nicht geklärt.

Auf welche wissenschaftliche Basis stützen sich diese Erkenntnise?
Die antiviralen und keimhemmenden Effekte der ätherischen Öle z.B. gegenüber Influenza- oder Herpes-Viren sind im Labor intensiv untersucht und in wissenschaftlicher Literatur belegt. Auch die Wirkung ätherischer Öle zur Keimreduktion in der Luft wurde in Spitälern untersucht.

Welche ätherischen Öle und Anwendungsarten sind vielversprechend für den Schutz vor einer viralen Infektion?
Allgemein haben sich im Zusammenhang mit viralen Infekten ätherische Öle aus der Familie der Myrtengewächse zu denen Eukalyptus, Teebaum oder Cajeput gehären, aber auch Ravintsara und Zitrone als geeignet erwiesen. 
Als Ergänzung zur Raumbeduftung zur allgemeinen Keimreduktion könnten Anwendungen im Nasen-, Mund- und Rachenbereich die Abwehr unterstützen. Neben einer Inhalation, die sich rein praktisch nur zu Hause durchführen lässt, würde ein Mundspray auch unterwegs die Möglichkeit bieten, den Mund-Rachenraum zu schützen.

Welche praktischen Tipps haben Sie persönlich?
Zu Hause bleiben, Händewaschen und neben guter Hautpflege vor allem Stressabbau - so gut wie möglich in dieser aussergewöhnlichen Zeit.

Genau, die Situation schlägt ja auch ziemlich aufs Gemüt. Gibt es hierzu auch eine Duftempfehlung?
Da die Duftpräferenzen ja sehr unterschiedlich sind, finde ich es am wichtigsten, dass man den Lieblingsduft um sich herum hat zum Beispiel in einem Riechstift zum Schnuppern, wenn es einem danach ist. Wer jetzt plötzlich über viel Zeit verfügt, hat vielleicht auch die Musse, eine eigene Lieblingsduftkreation zu mischen.

Text: Farfalla
Foto: Sonett